Die SGKGS stellt sich vor
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Geschichte der Schweizerischen Gesellschaft fürKulturgüterschutz |
![]() Kopf eines unbekannten Bischofs, Meister Albrecht von Nürnberg. Diese Büste wurde anlässlich des Bildersturms im Berner Münster im Zuge der Reformation (1528) entfernt und im Bauschutt der Münsterplattform entsorgt, wo sie 1984 in gutem Zustand wieder entdeckt wurde.
Foto Hist. Museum Bern, Katalog Nr.153. |
Zerstörung, gewaltsame Inbesitznahme und Diebstahl von Kunstwerken und Kulturgütern kennen wir seit Beginn der Menschheitsgeschichte. Wohl ein trauriger Beleg dafür, dass Kultur den Menschen nie unberührt liess. Nach den Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges, welcher Zerstörung von Kulturgut in bisher nie gekanntem Ausmass verursachte, wurde im April 1952, zwei Jahre vor dem Abschluss des Haager Abkommens, im Schweizer Generalstab die Idee zur Gründung einer privaten Schweizerischen Institution zum Schutz von Kulturgut geboren. Aus dieser Idee entstand schliesslich die Schweizerische Gesellschaft für Kulturgüterschutz (SGKGS), welche am 14. Mai 1964 in Zürich gegründet wurde. |
![]() Auch die Schweiz wurde von Kriegsschäden nicht völlig verschont: Bei der irrtümlichen Bombardierung Schaffhausens im Jahre 1944 wurde u.a. auch das Museum Allerheiligen von Bomben getroffen, so wurde u.a. ein berühmtes Gemälde Hans Holbeins d.Ä. weitgehend zerstört. |
Die SGKGS setzt sich für die intakte Übergabe des kulturellen Erbes an nachfolgende Generationen ein.
Sie ist eine private, politisch und konfessionell neutrale Institution auf nationaler Ebene, welche sich im Rahmen ihrer Statuten völliger Handlungsfreiheit erfreut. Die Mitgliedschaft steht allen natürlichen Personen sowie privaten und öffent-lichen Organisationen offen.
Der Vorstand setzt sich aus Personen verschiedener Fachrichtungen und aus allen Landesgegenden und Kulturräu-men der Schweiz zusammen. |
Logo der Internationalen KGS-LIGA (oben) |
Die Gesellschaft finanziert ihre Aktivitäten ausschliesslich aus Mitglie-derbeiträgen sowie Zuwendungen von Gönnern.
Sie erhält keine Bundesbeiträge. Als älteste private europäische Institution im Kulturgüterschutz, welche durch keine vertraglichen Pflichten gebunden ist, widmet sich die SGKGS intensiv der Information auf nationaler Ebene und wirkt aktiv über ihr internationales Netzwerk – u.a. zur UNESCO -sowie über die Internationale KGS-LIGA, welche sie mitbegründet hat. |
![]() ![]() Notfallplanung gemäss System CURESYS.
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Gemeinsam mit den anderen nationalen Kulturgüterschutzgesellschaf-ten wirkt sie aktiv an der Entwicklung des Kulturgüterschutzgedankens mit und informiert Fachkreise und eine breite Öffentlichkeit regelmässig über Neuerungen auf technischem und organisatorischen Gebiet.
Besonderes Augenmerk widmet sie dabei der Notfallplanung und Schadensprävention. Sie arbeitet dabei mit der Firma CURESYS zusammen. www.curesys.ch Die SGKGS unterstützt die Behörden des Bundes, der Kantone und der Gemeinden aktiv in der Wahrnahme ihrer Primärverantwortung im Kulturgüterschutz gemäss dem Bundesgesetz über den Schutz der Kulturgüter vom 6. Oktober 1966.
Sie organisiert Weiterbildungsveranstal-tungen für KGS-Verantwort-liche aller Stufen. Dabei kommen Fachexperten aus den verschiedensten Richtungen zum Wort. Seit ihrer Gründung hat die SGKGS jährlich zu Kolloquien mit praktischen Themen des Kulturgüterschutzes eingeladen (z.B. mittels den Thuner KGS-Fachtagungen über Archivierung, Prävention und Aufarbeitung von Vandalismus, Sicherheit in Museen, etc.). Darüber hinaus werden am KGS-Symposium im Anschluss an die Generalversammlung der Gesellschaft alljährich aktuelle Themen von Interesse behandelt. Nicht zu kurz kommen soll auch die Freude an unseren wunderschönen Objekten in allen Landesgegenden, weshalb die Generalversammlung stets an anderen Orten in der schweiz stattfindet. Seit 2003 verfügt die Gesellschaft über die Homepage www.sgkgs.ch und verleiht jährlich einen Kulturgüterschutz Förderpreis für Arbeiten und Projekte auf dem Gebiet des Kulturgüterschutzes.
Der Sitz der Gesellschaft und das Generalsekretariat befinden sich seit 2008 in Thun im Berner Oberland.
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