Erfolgreiche GV und KGS Symposium in La Chaux-de-Fonds



 
Die Generalversammlung mit anschliessendem Symposium konnte erfolgreich in La Chaux-de-Fonds durchgeführt werden.

Der Präsident dankte den ausscheidenden, verdienten Vorstandsmitgliedern Ulrich Jost und Bernard Kolly für ihre grosse Unterstützung im Vorstand und wünschte ihnen für die Zukunft alles Gute. Anschliessend wählte die Generalversammlung  Ulrich Bringold und Prof.Rainer W.Schweizer einstimmig und mit Applaus in den Vorstand. Sie bestätigte ausserdem Peter Gilgen und Dr. Mark A.Reutter für eine weitere Amtszeit von 4 Jahren. Auch die Revisionsstelle LATAG AG in Thun wurde bestätigt.

Die Jahresrechnung 2010 und das Budget 2012 wurden genehmigt.
Leider ist die Finanzlage der Gesellschaft noch immer angespannt, da aufgrund von Gemeindefusionen der Mitgliederbestand nach wie vor leicht sinkt. Projekte müssen fast ausschliesslich mit Fremdmitteln finanziert werden, was z.B. bei der Fertigstellung der neuen KGS Broschüre zu Verzögerungen führt. 

Spenden, welche in den meisten Kantonen steuerlich abzugsberechtigt sind, können auf folgende Bankadresse überwiesen werden:

IBAN CH69 8086 7000 0061 4348 1 Schweiz.Ges. f. Kulturgüterschutz (SGKGS), Postfach 828, 3607 Thun

Die nächste Generalversammlung findet am 18./19.Mai 2012 in Liestal statt. 
Das interessante Symposium umfasste drei Referate zum Tagungsthema "Erhaltung des Uhrmachererbes":
Prof. Barrelet zeigte in einem spannenden Exkurs auf, wie es zum Bau der Uhrmachermetropole La Chaux-de-Fonds kam an einem Ort, wo sich eigentlich keine Stadt befinden sollte.

Das Bedürfnis nach einem Nebenverdienst, handwerkliche Geschicklichkeit und der Vorteil, dass die Uhrmacherei keine grossen und schweren Gütertransporte erforderte, führten zur Entstehung einer Verlagsindustrie, welche sich ab 1850 rasch zur Uhrenindustrie mit weltweiter Ausstrahlung entwickelte.


Dr.Martin Fröhlich zeigte anschliessend auf, wei sich die Stadt entlang den vom Gelände vorgegebenen Linien entwickelte. Nach dem Brand von 1794 entstand eine rechtwinklig angelegte Stadt. Der Plan Junod berücksichtigte die Bedürfnisse der Uhrmacherei, indem zwischen den Gebäuden genügend Platz zur optimalen Beleuchtung der Ateliers und Schneeräumung im Winter gelassen wurde: Strasse- Haus - Garten usw.

Im dritten Referat zeigte Tobias Schenkel von der
HES Arc La Chaux-de-Fonds
, Lehrgang Konservatoren und Restauratoren das Spannungsfeld zwischen Uhrenindustrie und Erhaltung des Uhrmachererbes auf.

La Chaux-de-Fonds weist hinter den Hausfassaden zahlreiche Schätze auf: Bemalte Treppenhäuser im Jugendstil, Innenhöfe und Perlen wie das nach italienischem Vorbild gestaltete Theater. Diese konnten die Teilnehmenden am Samstag anlässlich einer Stadtführung unseres Vorstandsmitglieds Jean-Daniel Jeanneret entdecken.

Zum Abschluss der Veranstaltung fand eine spezielle, sehr eindrückliche  Führung von Dr. Ivo Zemp im Krematorium statt, welches vom Künstler L'Eplattenier im Stil des Symbolismus ausgestaltet wurde.

Unser Dank geht an die Stadt La Chaux-de-Fonds, welche uns sehr gastferundlich aufgenommen hat, die Firmen Cartier und Greubel-Forsey, welche uns mit Beiträgen zur Durchführung unterstützt haben.